Hausmittel und Selbsthilfe
Neurodermitiker können durch ihr Verhalten auf vielfältige Weise dazu beitragen, die Zahl und Schwere der Krankheitsschübe zu vermindern.
Wenn vom Arzt die Diagnose Neurodermitis gestellt wurde, kann der Betroffene selbst viel dazu beitragen, den Hautzustand zu verbessern.
Folgende Maßnahmen sind vor allem zu empfehlen:
- konsequente, tägliche Durchführung der Basispflege
- Anwendung sanfter Mittel zur Körperreinigung
Sanfte Körperreinigung und Pflege
Neurodermitis-Patienten sollten darauf achten, dass ihre ohnehin sehr trockene Haut weder durch Wasser noch durch Reinigungs- und Pflegeprodukte zusätzlich ausgetrocknet wird. Daher sind folgende Maßnahmen zu empfehlen:
- nur kurz (maximal 2 Minuten) und so kühl wie möglich duschen
- zum Waschen und Duschen keine seifenhaltigen Produkte benutzen
- als Badezusatz stark rückfettende Produkte (Ölbäder) verwenden
Beruhigung entzündender Hautbereiche
Kühle feuchte Umschläge können helfen, die gereizte Haut für eine gewisse Zeit zu beruhigen. Sind nässende Stellen vorhanden, so empfehlen sich Umschläge mit Schwarztee oder Kamillentee.
Folgendes sollte gemieden werden:
- Nahrungsmittel, die die Hautbeschwerden individuell verschlimmern können (z.B. Zitrusfrüchte, Erdnüsse, Fisch, Soja)
- bestimmte Umweltfaktoren (z.B. Pollen, Tierhaare, Tabakrauch)
- reizende Bekleidung (z.B. aus Wolle, Angora, Mohär)
- Krankheitserreger (vor allem Herpes-Viren, die schwere Komplikationen hervorrufen können)
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